Laut einer Studie des Versicherungskonzerns Allianz sollten sich Oma und Opa bei der Pflege im höheren Alter nicht zu sehr auf die Unterstützung der Enkelkinder bauen. Es sind „nur“ 22 % der 14-35-Jährigen dazu bereit, die Großeltern mit intensiven Pflegeleistungen zu unterstützen. Der geringere Zusammenhalt innerhalb der Familien wie auch die häufig großen Entfernungen der einzelnen Familienmitglieder sind Gründe für die fehlende Unterstützung und Bereitschaft.

Dass Tausende Pflegekräfte in Deutschland fehlen, ist keine Neuigkeit. Vor allem Betroffene in Pflegeheimen beklagen die Pflege im Minutentakt. Nun will die Bundesregierung auf den eklatanten Fachkräftemangel reagieren und Pflegeberufe attraktiver gestalten. Dies soll sowohl die Aussicht auf ein Medizinstudium als auch durch bessere Bezahlung erreicht werden.

Die aktuelle Umfrage der Techniker Krankenkasse (http://www.tk.de/tk/pressemitteilungen/politik/658440) unterstützt die schon bekannte These, dass die Pflege von Angehörigen zeitaufwändig, kräftezehrend und anspruchsvoll ist. Forsa befragte deutschlandweit 1007 Menschen und kam zu dem Ergebnis, dass die Hälfte der Befragten einen Elternteil pflegt.
37 Prozent haben dabei keine Zeit, in die neuen pflegerischen Aufgaben hineinzuwachsen. Eine Pflegesituation von Angehörigen kann häufig plötzlich und unerwartet entstehen.

Wenn ein unerwarteter Krankheitsfall in der Familie eintritt, dann ist die Not meist groß. Die Angehörigen kommen dann von einem auf den anderen Tag nicht mehr alleine zurecht und benötigen Unterstützung in vielen alltäglichen Dingen. Der Nachwuchs aber wohnt oft weit weg und ist in die Arbeitswelt gebunden. So entsteht schnell eine kräftezehrende Doppelbelastung für Familienmitglieder.

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